eMail an MarcZum GästebuchKontakt per MSN-MessengerZum Messageboard

TF5000PVR Einsteigerguide

Vorwort

Jetzt ist er endlich da, der neue Topfield. Ausgepackt und angeschlossen ist er auch noch recht zügig.

Doch dann kommt die große Ernüchterung: Was zur Hölle ist das für ein Sch"§!(!-Handbuch ?! Während die Koreaner (nicht nur Topfield) traditionsgemäß innovative Technik liefern, scheint es ebenso Tradition zu sein, bei den Handbüchern so zu schlampen, daß es geradezu furchterregend ist. (Versteht mich nicht falsch - irgendwo im Handbuch steht das meiste drin...)

Aus o.g. Gründen habe ich mich drangemacht einen Einsteigerguide zu basteln, der Euch soweit eine Schritt-für-Schritt-Einarbeitung erlaubt, daß Ihr das Gerät sinnvoll nutzen könnt. Natürlich kann ich hier nicht alle Funktionen abdecken - aber das Wesentliche sollte dabei sein... Viel Spaß!

Während dieser Guide sich in erster Linie an Einsteiger richtet, ist er sicher auch für Fortgeschrittene eine lesenswerte Sache - vielleicht kennt Ihr den einen oder anderen Handgriff ja doch noch nicht...

Ein-/Ausschalten

Wie Ihr sicher schon vermutet habt, wird der Topf mittels der roten Taste oben auf der Fernbedienung ein- und ausgeschaltet. Nach dem Einschalten erscheinen ermal diverse Anzeigen im Display, dann kommt ein Sat-Bild (falls die Kanäle schon eingerichtet sind). Es ist normal, daß es einige Sekunden dauert, bis man irgendwelche Festplattenfunktionen wählen kann, da die Platte erst hochlaufen muß.

Schaltet man den Topf aus, kann es sein, daß vier Punkte einige Sekunden lang aufleuchten, bevor das Display auf die Uhrzeit zurückspringt. Das ist normal und liegt daran, daß der Topf noch seinen Speicher auf die Festplatte entleert und alle Files schließt. Vorsicht ist allerdings angesagt, wenn man den Topf während einer Aufnahme ausschaltet (Anzeige "rECo" im Display): Der Topf warnt dann vor einem Aufnahmeabbruch und bietet die Möglichkeit, doch nicht in den Standby zu wechseln.

Ganz vermeiden sollte man das Abziehen des Netzsteckers, wenn der Topf nicht im Standby ist - bei aktiviertem Timeshift ist die Festplatte immer in Betrieb und dementsprechend ist Datenverlust möglich, wenn man den Stecker einfach abzieht. Deshalb immer zuerst auf Standby und dann den Stecker ziehen.

Kanäle einrichten

Zuerst sollten wir in den Systemeinstellungen (Taste Menü drücken und dann die Systemeinstellungen mit Ok wählen) alle Einstellungen sinnvoll vornehmen. Das zeitversetzte Aufnehmen (Timeshift) sollte sinnigerweise eingeschaltet werden. Dann verlassen wir die Systemeinstellungen durch Druck auf Menü. und wählen Installation.

Dort sollten wir zuerst den LNB einstellen. Ich gehe hier davon aus, daß wir ein ganz normales Astra-Twin-LNB-System ohne Drehanlage oder ähnliche Spezialitäten einrichten.

Bei Tunerauswahl sollte "Tuner 1" stehen. Standardmäßig sollte die LNB-Frequenz auf 9750/10600 stehen und die LNB-Spannung eingeschaltet sein. Die beiden DiSEqC-Optionen sind natürlich aus.

Wir sollten nun bei dem Balken Pegel und bei Qualität eine Anzeige erhalten - ist dies nicht der Fall, bitte LNB-Kabel prüfen.

Es ist durchaus normal, daß der Pegel nicht auf 100% steht - wichtig ist, daß die Qualität möglichst hoch ist. Der Pegel nimmt mit zunehmender Kabellänge ab - ich habe aber trotz Pegel 75% eine Qualität von 99%.

Ist das gecheckt, stellen wir die Tunerauswahl auf "Tuner 2" und nehmen alle Einstellungen genauso vor wie bei Tuner 1 - zusätzlich wird bei Verbindungsart "einzeln" gewählt - d.h. die beiden Tuner sind unabhängig voneinander und können getrennte Transponder anpeilen.

Auch hier müßte die Pegel-/Qualitätsanzeige ähnlich sein, wie beim ersten Tuner.

Nun verlassen wir die LNB-Einstellungen mit der Menü-Taste und wählen den Kanalsuchlauf. Dort ist der Satellit auf "Astra", der Suchlauf auf "Auto" und die Netzwerksuche auf "An" zu stellen.

Bei FTA/verschlüsselt sollte man sinnvollerweise auf "Nur freie Programme" stellen, falls man kein Pay-TV nutzt - dann erscheinen die anderen Sender erst gar nicht in der Liste.

Die Tunerauswahl stellen wir auf "Tuner 1"; dann starten wir den Suchlauf.

Ist der Suchlauf abgeschlossen, sollte eine dreistellige Programmanzahl gefunden worden sein. Nun den Suchlauf mit der Taste Menü verlassen und die Option Kanäle kopieren wählen.

Dort kopieren wir "Tuner 1 nach Tuner 2". Somit werden alle gefundenen Programme auch auf den zweiten Tuner übertragen.

Nun sollten wir sicherheitshalber noch die Platte formatieren (dauert nur ein paar Sekunden) und dann das Menü mit Exit wieder verlassen.

Wir sehen nun (hoffentlich) ein Fernsehbild.

Zappen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Programm zu wechseln:

Durch direkte Zahleneingabe, gefolgt von OK oder einer kurzen Pause.
Durch die Tasten P+ und P-.
Durch die Auswahl aus dem Menü nach Drücken von OK.

Außerdem gibt's noch die "Wechsel"-Taste (links neben der Null), mit der man zum jeweils zuletzt gewählten Programm springen kann.

PiP (Bild-im-Bild-Funktion)

Der TF5000 verfügt ja bekanntlich über eine Bild-im-Bild-Funktion (PiP). Diese erlaubt es, ein Programm anzusehen, während man ein zweites in einem kleinen Fenster beobachtet. Hierzu drücken wir die rote Taste (unten auf der Fernbedienung). Das PiP-Fenster erscheint. Seine Position kann mit den Tasten |< und >| verändert werden. Nochmaliges Drücken der roten Taste macht das Bild eine Stufe kleiner, beim dritten Druck auf rot verschwindet es wieder.

Durch Drücken der SAT-Taste werden die beiden aktuell sichtbaren Programme vertauscht - d.h. das aus dem Fenster wird Fullscreen und umgekehrt.

Mit der weißen Taste ruft man eine Senderliste auf, mir der man wählen kann, was im Fenster gezeigt werden soll.

Aufnahme

Sofortaufnahme

Die einfachste Form der Aufnahme ist die Sofortaufnahme. Durch Drücken der Taste mit dem roten Punkt wird die Aufnahme sofort gestartet. Ein kleiner roter Punkt am rechten oberen Bildrand signalisiert die laufende Aufnahme. Standardmäßig wird bei einer Sofortaufnahme 2 Stunden lang aufgenommen. Dieser Wert kann nach dem Start der Aufnahme durch Drücken von Menü und Wählen von Aufnahme bzw. durch nochmaliges Drücken der Aufnahmetaste verändert werden. Dort findet sich die Einstellung für die Aufnahmedauer. Zum manuellen Beenden einer Aufnahme (gilt auch für Timeraufnahmen) wird die Taste Stop (links neben der Aufnahme-Taste) gedrückt. Es erscheint ein Fenster mit der/den aktuell laufenden Aufname(n). Durch wählen des gewünschten Eintrags und Drücken von OK wird diese Aufnahme beendet. Die Wahl des Menüpunkts "Beenden" führt wohlgemerkt zurück OHNE die Aufnahme abzubrechen (toll übersetzt der Eintrag!)

Beim TF5000 können genialerweise auch zwei Aufnahmen parallel durchgeführt werden. Grundsätzlich sorgt der Topf für die richtige Tunerwahl. Wenn man z.B. in Pro7 eine Aufnahme startet, und dann das Programm wechselt, nimmt der Topf natürlich den zweiten Tuner und stellt so sicher, daß weiter im Hintergrund Pro7 aufgenommen wird. Produziert man die Situation, daß beide Tuner belegt sind, und versucht nochmals das Programm zu wechseln, erhält man nur die Liste der Programme, die auf den beiden Transponder liegen, die gerade aktiv sind. D.h. hat man z.B. eine Aufnahme im ARD und eine in PRO7 laufen und versucht dann das Programm zu wechseln, erhält man nur eine Liste der Programme, die auf dem gleichen Transponder wie ARD bzw. PRO7 liegen. Gleiches gilt natürlich für die Kombination einer Aufnahme mit dem Anschauen eines anderen Programms zuzüglich PiP eines dritten.

EPG-Aufnahme

Die zweite Möglichkeit eine Aufnahme zu programmieren, ist der EPG (das elektronische Programmheft). Hierzu drückt man im gewünschten Programm die Taste GUIDE.  In der erscheinenden Liste findet man i.d.R. das Programm des gewählten Senders für die nächsten 48 Stunden. Hier kann nun eine beliebige Sendung durch zweimaliges Drücken von OK mit einem roten R versehen werden, was bedeutet, daß sie programmiert ist. Hierbei ist allerdings zu beachten, daß der Topf die exakten Start- und Endzeiten übernimmt und aufgrund der Ungenauigkeit der Ausstrahlung mit hoher Wahrscheinlichkeit der Anfang oder das Ende fehlt. EPG-programmierte Aufnahmen sollten also immer über das Timermenü "nachgebessert" werden. (siehe nächster Abschnitt)

Timer-Aufnahme

Die dritte Möglichkeit ist die manuelle Timerprogrammierung. Hierzu Drücken wir Menü, wählen Aufnahme und dann Timereinstellungen. Hier können sowohl vorhandene Timer angewählt und verändert werden (z.B. durch EPG programmierte Timer mit einer früheren Startzeit und einer längeren Dauer versehen werden) als auch neue angelegt werden.

Um einen neuen Timer zu programmieren, drücken wir die rote Taste unten auf der Fernbedienung. Im folgenden Fenster stellen wir die gewünschten Daten ein. Bei Modus gibt es "Einmal" = eben einmal aufnehmen und Timer dann löschen und rekursive Timer: "Jeden Tag" erklärt sich von selbst; "Jedes Wochenende" bedeutet immer Samstags und Sonntags; "Wöchentlich" bedeutet jede Woche zum gleichen Zeitpunkt einmal und "Jeden Werktag" erklärt sich wieder von selbst. Es ist auch hier sinnvoll, eine ausreichende Sicherheitsreserve von wenigstens fünf Minuten am Anfang und bei der Dauer vorzusehen. Wird kein Name angegeben, übernimmt der Topf die zum Zeitpunkt des Aufnahmebeginns ausgestrahlte Information (meistens die falsche) - wird hier ein Name eingegeben, wird dieser auf jeden Fall für die Aufnahme übernommen. Ist eine Datei schon vorhanden, hängt der Topf einen fortlaufenden Zähler an den Namen. Bei EPG-Aufnahmen steht zwar schon der richtige Name drin, er wird aber auch durch die falsche Info bei Aufnahmebeginn überschrieben. Deshalb sollte man auch beim Verlängern von EPG-Aufnahmen gleich den Namen anwählen und einfach wieder speichern - dann bleibt er fix.

Überschneiden sich zwei Timer, wird dies entsprechend gemeldet. Dann kann man den Tuner auf Tuner 2 stellen, wenn beide parallel laufen sollen.

Befindet sich der Topf zu einem Timerzeitpunkt im Standby, schaltet er sich einige Sekunden vor Aufnahmebeginn an (um die Platte zu starten) und zeichnet dann auf - nach Abschluß der Aufnahme, geht er wieder in Standby.

Das Festplattenmenü

Durch Drücken der Festplattentaste (in der Mitte über grün/gelb) gelangt man ins Festplattenmenü. Dort findet man die gemachten Aufnahmen. Es gibt im Menü drei Bereiche, die über die Tasten << und >> durchgeblättert werden können: "Aufgenommene Sendungen" erklärt sich von selbst, "MP3" dient zum Abspielen von MP3s, die vom PC übertragen wurden und "Program Files" kann ebenfalls vom PC übertragene TAP-Applikationen enthalten.

Uns interessiert vorerst nur "Aufgenommene Sendungen". Durch Wahl eines Eintrags mit anschließendem OK wird dieser abgespielt. Während einer Wiedergabe stehen die üblichen Steuertasten für schnellen Rück- und Vorlauf, Play, Pause und Stop zur Verfügung. Drückt man während der Wiedergabe auf Play, erscheint oben der gelbe Zeitbalken. Der rote Strich markiert die aktuelle Position und kann mit den Tasten V- und V+ verschoben werden. So kann eine gewünschte Stelle sehr schnell erreicht werden.

Mit der grünen Taste wird an der aktuellen Position ein Bookmark (Lesezeichen) gesetzt. Bookmarks können später mit der gelben Taste wieder angesprungen werden.

Will man einen Teil der Aufnahme schneiden, muß man den Zeitbalken durch Drücken von Play aktivieren, dann den Anfang des Schnittes anfahren, die weiße Taste drücken, dann das Ende anfahren und die blaue Taste drücken. Man kann dann auswählen zwischen "Speichern" = das markierte Stück wird aus der Aufnahme herausgenommen und unter anderem Namen gespeichert; "Schneiden" = das markierte Stück wird aus der Aufnahme entfernt (z.B. Werbeblöcke) und "Löschen" - es passiert gar nichts und der Vorgang wird abgebrochen (auch wieder eine geniale Übersetzung).

Um mehrere Aufnahmen nacheinander abzuspielen, können sie im Festplattenmenü mit der roten Taste der Reihe nach markiert werden. Wird dann OK gedrückt, beginnt der Topf mit der ersten Datei und spielt nach deren Ende die nächste ab.

Timeshifting

Eine der schönsten Funktion des Topfes ist das Timeshifting. Hat man die zeitversetzte Aufnahme im Systemmenü aktiviert, wird das laufenden Programm immer in einer Temporärdatei mit aufgezeichnet. Dies ermöglicht es, nachträglich im laufenden Programm zurückzuspulen. Hierzu Drückt man auf Play um den Zeitbalken aufzurufen. Dieser zeigt nun -00:00 an, um zu signalisieren, daß die rote Markierung nicht von der Realzeit abweicht. Nun kann man mit V+ und V- die rote Markierung innerhalb des gelben Balkens verschieben und so in die Vergangenheit spulen. Die Anzeige zeigt dann immer an, wie weit man sich von der Realzeit entfernt. Man kann auf diesem Weg auch eine Aufnahme nachträglich durchführen, indem man zum Filmanfang zurückspult und dann die Aufnahmetaste drückt.

Einen ähnlichen Effekt hat das Drücken der Pause-Taste im laufenden Programm. Das Bild bleibt stehen, der Topf nimmt das laufenden Programm aber weiter auf. Man kann nun in Ruhe seine Kaffeepause machen und irgendwann später wieder mit Play weiterschauen. Auch dann erfolgt eine Anzeige, die darüber informiert, wieviel man von der Realzeit abweicht. Der Vorteil einer solchen Pause ist, daß man später auch die Möglichkeit hat, einen Werbeblock zu überspringen, wenn man der Realzeit lange genug hinterherhinkt. Hat man z.B. zu Filmanfang 10 Minuten Pause gemacht (Anzeige -10:00), kann man im Laufe des Films dann bis zu 10 Minuten vorspulen, um Werbung zu überspringen...

Alternativ zum Springen mit dem gelben Zeitbalken kann natürlich auch mit den <</>>-Tasten gespult werden. Dies ist aber insbesondere bei Timeshift ziemlich verwirrend und daher für den Anfang nicht sonderlich empfehlenswert.

Impressum

Hit Counter