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Oft stellt sich die Frage nach dem idealen Tonformat. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, möchte ich hier einmal die verschiedenen Formate ansprechen.
In der aktuellen Digitaltechnik gibt es mehrere Tonformate, die dann teilweise noch verschiedene Unterformate haben:
PCM
AC3 (Dolby Digital)
DTS
MPG
Das einfachste Format ist PCM. Es enthält in der Praxis eigentlich immer zwei unabhängige Tonspuren (sprich ein Stereosignal) in unkomprimierter Form und CD-Audio-Qualität. PCM kann zwar prinzipiell auch für höhere Bitraten und Kanalzahlen verwendet werden, diese Möglichkeit findet in der Praxis aber mangels Verbreitung keine Anwendung.
AC3 ist das Tonformat, das landläufig als "Dolby Digital" bezeichnet wird. Diese Codierungsmethode erlaubt eine mehr oder weniger beliebige Kanalzahl und ist auch abwärtskompatibel. D.h. Geräte älterer Generationen können Streams verarbeiten, die mit einer neueren Encodergeneration erzeugt wurden (wenngleich die zusätzlichen Kanalinformationen zwangsläufig ignoriert werden).
AC3 gibt es in diversen Varianten. Gängig sind AC3 2.0 (Stereo) und AC3 5.1 (6-Kanal). Neu hinzu kommen nun noch die EX-Fassungen, die einen zusätzlichen Rear-Center codieren (6.1) und ggf. noch künftige Konstruktionen. AC3-Streams werden vom Topf 1:1 an den Digital-out weitergereicht - somit kommt es eigentlich nur drauf an, was der Sender ausstrahlt und vor allem, was der Verstärker verarbeiten kann.
DTS findet in der Satellitentechnik derzeit keine Anwendung. DTS bietet ähnliche Features wie AC3, basiert aber auf gravierend höheren Datenraten und erlaubt somit eine größere Dynamik - das outet das Format aber für den Sat-Einsatz: Ein DTS-Stream nimmt nicht selten soviel Bandbreite in Anspruch wie ein kompletter (wenn auch schlechter) Videostream.
Früher wurden Audiodaten auch nach MPG-codiert digital zu Verstärkern übertragen. Das hat beim Topf aber nur interne Bedeutung, da MPG-codierte Daten decodiert und in dem gängigen PCM-Bitstream-Format auf dem Digital-Out ausgegeben werden. Die Daten, die vom Sat kommen sind nach MPG codiert.
Als die Digitaltechnik noch nicht so weit fortgeschritten war wie heute, hat man nach einer Möglichkeit gesucht, Raumklang (bzw. einen Rearkanal) zu übertragen.
Die Technik gab hier eigentlich unverrückbar eine zweikanalige (Stereo-)übertragung vor, sodaß man nur einen Weg suchen konnte, den Rearkanal in ein Stereosignal mit einzubetten. Aus dieser Überlegung entstand Prologic/Surround-Ton. Das Einbetten wurde so bewerkstelligt, daß das Ganze abwärtskompatibel ist - sprich: gibt man eine Prologic-codierte Quelle auf einem Nicht-Prologic-fähigen Gerät wieder, hört man ein normales Stereosignal.
Der Vorteil bei dieser Technik liegt darin, daß man keine zusätzlichen Übertragungswege benötigt und jedes digitale Stereo-Trägermedium verwenden kann. Sogar analoge Aufzeichnung ist möglich.
Der Nachteil bei Prologic liegt in der geringen Bandbreite, die für den Surroundkanal zur Verfügung steht: um ihn unhörbar in das Stereosignal einzubetten muß er extrem eingedampft werden. Das beschränkt die Qualität erheblich.
Der Topf schreibt beim Aufnehmen prinzipiell den Stream vom Sat direkt 1:1 auf seine Platte - d.h. überträgt man eine Aufzeichnung zum PC, enthält diese alle Tonspuren, die ausgestrahlt wurden. DVR-Studio bietet beim Demuxen dementsprechend auch die Möglichkeit, zu wählen, welche Tonspur man benötigt.
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